Die Streuobstwiese liegt in der Nähe des Westbades am Rad-/ Fußwegwegteil der Silberdistelstraße
(die angegebene Markierung dient lediglich der Orientierung).
Folgende Obstsorten stehen für die Paten zur Auswahl:
Äpfel: Kaiser Wilhelm, Rheinischer Bohnapfel, Teuringer Winterrambur, Wiltshire
Birnen: Madame Verte, Gräfin von Paris
Pflaumen: Hauszwetsche
Kaiser Wilhelm Apfel |
Historie: Wurde von einem Lehrer Hesselmann aus Witzhelden bei Solingen 1864 als ausgewachsenen Baum in einem Gutsgarten entdeckt. Benannt nach Kaiser Wilhelm I. (1797 - 1888).
Ernten: Ende September (die Früchte sollten früh geernet werden).
Genußreife: Anfang Dezember bis März
Frucht: großer, rot gestreifter, schöner Tafelapfel, der beim Kochen gut zerfällt; läßt sich hervorragend lagern.
Baum: reichtragend, sehr frosthart und widerstandsfähig gegen Krankheiten; geringe Ansprüche an Boden und Klima; bis in Höhen über 600 m geeignet. |
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Rheinischer Bohnapfel
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Historie: Der Rheinische Bohnapfel gehört zu den ältesten uns heute noch bekannten Apfelsorten in Deutschland und ist nachweislich schon weit vor 1750 verbreitet gewesen.
Ernte: Ende Oktober
Genußreife: Januar bis Juli
Frucht: hochgebauter, guter Koch- und Eßapfel, ab Dezember/Januar hervorragend ergiebiger Saft- und Mostapfel, eßbar ist der Apfel erst ab Februar/März; behält bei der Verarbeitung seine weiße Fruchtfleischfarbe.
Baum: ist anspruchslos und frosthart; für rauheste Lagen; liebt schwere Böden; wenig Schnittaufwand erforderlich |
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Teuringer Winterrambur Apfel
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Synonyme: Jägerapfel, Schönster vom Neckartal, Rheinischer Winterrambur
Historie: vor 1650 als Zufallssämling entstanden; bekannter heimischer Winterapfel
Ernte: Mitte Oktober
Genußreife: Dezember bis Mai
Frucht: groß, goldgelb, rot gestreift bis rotbackig, glänzend wie gewachst, mit süßem Geschmack.
Baum: gesund, reichtragend, schorffrei, spätblühend; sollte auf einen Stammbildner veredelt sein, dann bis 1000 m Höhe geeignet. |
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Wiltshire Apfel
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Synonyme: Schöner aus Wiltshire; Weiße Wachsrenette (Niederbayern)
Historie: Wurde von einem Herrn Standish, Wiltshire, England, um 1800 aus einem Apfelkern gezogen. Von Herrn F.X. Silbereisen um 1920 in Niederbayern als Weiße Wachsrenette verbreitet, wo sie auch heute noch unter diesem Namen zu finden ist. Von Herrn Oberregierungsrat Rudolf Trenkle, ehemaliger Leiter des Obstbauinstitutes Weihenstephan, um 1930 als Schöner aus Wiltshire identifiziert. Seitdem in ganz Deutschland unter diesem Namen verbreitet.
Ernte: Ende Oktober
Genußreife: November bis März
Frucht: großer, hellgelber, leicht gestreifter, knackiger Tafelapfel, der nicht welkt; eine bayerische Hauptsorte zur Fruchtsaftbereitung; sehr gute Kochfrucht
Baum: widerstandsfähig gegen Krankheiten und Frost; gedeiht auch noch in rauhesten Lagen vortrefflich; unempfindliche Blüte. |
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Madam Verte Birne
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Historie: um 1810 von einem Obstzüchter Vevers in St. Josseten-Norde bei Brüssel aus Samen gezogen.
Genußreife: Dezember bis Anfang Februar
Frucht: mittelgroße, mit zimtfarbenem Rost bedeckte, aromatische, saftige Tafelbirne. Die Früchte sollten zum Ausreifen lange am Baum hängen bleiben.
Baum: sehr frosthart, schorffest, braucht aber eine sonnige Lage. |
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Gräfin von Paris Birne
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Historie: Von einem Herrn Guillaume, Foureine in Dreux, Frankreich, im Jahre 1893 aus Samen gezogen.
Ernten: Die Früchte brauchen zum Ausreifen viel Sonne und sollten möglichst bis Ende November am Baum hängen bleiben.
Genußreife: November bis Januar
Frucht: große, süße und schmelzende Tafelbirne.
Baum: sehr frosthart und robust |
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Hauszwetsche
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Historie: der Ursprung der Hauszwetsche wird in Turkestan vermutet; es wurden in einem alten Brunnen aus der Römerzeit (1. - 3. Jahrhundert) in Aalen Zwetschensteine nachgewiesen.
Reifezeit: Ende September
Frucht: bekannte Massensorte, die im Haus bestens zu verwerten ist: Frischverzehr, Marmelade, Dörren, Kuchenbelag, Brennen, Tiefkühlfrucht, usw.; steinlösend.
Baum: auch für höhere Lagen geeignet. |
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